Um es vorwegzunehmen: die vier beteiligten Bands und Orchester haben die Aula zum Beben gebracht. Selten zuvor gab es eine solche Stimmung wie beim diesjährigen Jazz-Rock-Abend. Das Blasorchester eröffnete den Abend mit einer Rockversion der Zarathustra-Fanfare. Robert Wilhelmy (Piano) und Tim Schelling (E-Gitarre) lieferten meisterhafte Improvisationen - beide sollten an diesem Abend noch mehrfach für Akzente sorgen. Mit dem Hit Hotel California der amerikanischen Country-Rock-Band The Eagles wurde das Programm fortgesetzt. Tobias Altvater übernahm den Vokalpart und Tim Schelling glänzte erneut mit einem Gitarrensolo. Das Blasorchester verabschiedete sich mit einer packenden Version des Michael Jackson Hit Mix. Die Titel Billie Jean, Beat it, Bad und Thriller erklangen richtig fetzig - eine erste Zugabe war fällig.
Die TH'Grooverz setzten das Programm mit dem Titel So What von Miles Davis fort. Robert Wilhelmy und Tim Schelling zeigten erneut ihr improvisatorisches Geschick. Ganz intim in Duo-Besetzung spielten Jens Jourdan (Flügelhorn) und Alexander Bachem (Kontrabass) den Titel A Thousand Kisses Deep von Till Brönner und Dieter Ilg. Hier wurde mit sehr viel Gefühl musiziert. Monika Hehn ist den Konzertbesuchern im THG seit einiger Zeit bestens bekannt. Sie präsentierte den Titel Smooth Operator der Gruppe Sade und begeisterte mit ihrer sehr einfühlsamen Gestaltung und einer bezaubernden Stimme. Die TH'Grooverz beendeten ihren Konzertpart mit dem Funk-Jazz-Titel Chameleon von Herbie Hancock. Ausgedehnte Improvisationen von Robert Wilhelmy, Tim Schelling, Jens Jourdan und Alexander Bachem ließen das Stück zu einem Höhepunkt der ersten Konzerthälfte werden.
Nach der Pause übernahm die Schülerband Ruhestörung die Programmregie. Sehr sicher und musikalisch bestens organisiert erklang der Titel Back to Black von Amy Winehouse. Monika Hehn begeisterte erneut mit ihrer Stimme und Persönlichkeit. Der Punkrock-Titel Nobody's Home von Avril Lavigne folgte - Monika Hehn sang gemeinsam Mit Emil Pfeifer, der auch ganz hervorragend Schlagzeug spielte. Mit dem Elvis-Hit Hound Dog beendete Ruhestörung den Auftritt - nicht ohne eine weitere Zugabe. Entscheidend für das Gelingen trug die Technik-AG des THG bei, die den Abend nicht nur klanglich sehr gut unterstützte, sondern auch die neue Ausstattung gekonnt für tolle Lichteffekte einsetzte.
Mit den Rockin' Ts übernahm dann die Lehrerband des THG und präsentierte einen Querschnitt von Titeln der Blues Brothers: die beiden Frontmen Peter Münch und Tobias Altvater hielten zu den Klängen des Peter Gunn - Themas Einzug in die Aula, sofort kam richtig Stimmung auf. Es folgte Rawhide, welches das harte Leben eines Cowboys besingt. Richtige Jazz-Atmosphäre kam mit Minnie the Moocher auf. Das Publikum reagierte spontan und mit viel Spaß auf die Aufforderung zur gesanglichen Mitwirkung. Das Finale des Konzerts wurde mit Gimme some Lovin' eröffnet, das Publikum hielt es nun nicht mehr auf den Plätzen. Nach einer weiteren Zugabe waren alle Beteiligten und das Publikum froh, einen ganz besonderen Abend mit fantastischer Stimmung erlebt zu haben.






